Führung durch Wirkung: Präsenz statt Dominanz

Inhaltsverzeichnis

Führung

Einleitung: Warum Führung heute anders gedacht werden muss

In vielen Unternehmen ist Führung noch immer stark von alten Mustern geprägt: Wer am lautesten spricht, am härtesten durchgreift oder seine Machtposition betont, gilt als „starke“ Führungskraft. Doch die Realität zeigt: Dominanz schafft kurzfristigen Gehorsam, aber keine nachhaltige Wirkung. Mitarbeitende ziehen sich innerlich zurück, Kreativität wird blockiert, und Motivation wandelt sich in bloße Pflichterfüllung.

Die moderne Arbeitswelt stellt jedoch ganz andere Anforderungen. Digitalisierung, Fachkräftemangel und flexible Arbeitsmodelle verlangen nach Führung, die inspiriert, Orientierung gibt und Menschen in ihrer Eigenverantwortung stärkt. Mitarbeitende wollen heute nicht mehr kontrolliert, sondern befähigt werden.

Genau hier setzt das Prinzip „Führung durch Wirkung“ an: Statt Druck und Machtdemonstration geht es um Präsenz, Klarheit und die Fähigkeit, andere mit Haltung, Kommunikation und Authentizität zu überzeugen. Wirkung entsteht nicht durch Hierarchien oder Lautstärke, sondern durch Vertrauen, Integrität und ein bewusstes Auftreten.

In diesem Beitrag erfahren Sie:

  • was „Führung durch Wirkung“ wirklich bedeutet,
  • warum Präsenz die bessere Antwort auf Dominanz ist,
  • welche Prinzipien und Methoden Führungskräfte nutzen können,
  • und wie Sie selbst Ihre Wirkung Schritt für Schritt stärken.

So entwickeln Sie einen Führungsstil, der Menschen bewegt – und nicht nur Anweisungen durchsetzt.

Was bedeutet „Führung durch Wirkung“?

„Führung durch Wirkung“ beschreibt einen Führungsstil, der nicht auf Macht, Kontrolle oder Lautstärke setzt, sondern auf die Ausstrahlung, Kompetenz und Authentizität der Führungskraft. Wirkung entsteht hier durch die Art und Weise, wie eine Führungskraft auftritt, kommuniziert und Beziehungen gestaltet – nicht durch die Position im Organigramm.

Während klassische Dominanz oft Angst, Abhängigkeit oder passiven Widerstand erzeugt, schafft Führung durch Wirkung …

  • Vertrauen, weil sie auf Echtheit statt auf Taktik basiert,
  • Motivation, weil Mitarbeitende inspiriert werden, statt nur Anweisungen zu befolgen,
  • Bindung, weil Menschen sich gesehen und wertgeschätzt fühlen,
  • und Leistung, weil Teams in einem Klima von Sicherheit und Klarheit ihr Potenzial entfalten können.

Die Kernelemente wirkungsvoller Führung

  1. Innere Haltung: Wer andere führen will, muss sich selbst kennen und klar zu seinen Werten stehen. Wirkung beginnt bei Selbstreflexion.
  2. Präsenz: Führungskräfte, die aufmerksam und authentisch auftreten, erzeugen natürliche Autorität – ohne Dominanz.
  3. Kommunikation: Wirkung entsteht durch klare, wertschätzende und inspirierende Kommunikation.
  4. Beziehungen: Führung durch Wirkung bedeutet, Menschen in ihrer Individualität wahrzunehmen und einzubinden.
  5. Vorbild sein: Statt „Tu, was ich sage“ gilt „Tu, was ich selbst vorlebe“.

Der Unterschied zu Dominanz

  • Dominanz: Laut, kontrollierend, oft angstgetrieben. Mitarbeitende arbeiten „gegen“ den Druck oder „unter“ Zwang.
  • Wirkung: Klar, inspirierend, vertrauensvoll. Mitarbeitende arbeiten mit der Führungskraft, weil sie Sinn und Orientierung spüren.

👉 Kurz gesagt: Führung durch Wirkung heißt, anderen Raum zu geben, ohne selbst an Präsenz zu verlieren.

Präsenz vs. Dominanz – die entscheidenden Unterschiede

Viele Führungskräfte verwechseln Präsenz mit Dominanz. Dabei sind es zwei vollkommen unterschiedliche Ansätze:

  • Dominanz basiert auf Kontrolle, Lautstärke und Machtdemonstration.
  • Präsenz hingegen auf Klarheit, Authentizität und natürlicher Autorität.

Der Unterschied ist entscheidend, wenn es darum geht, Menschen nicht nur zu steuern, sondern wirklich zu erreichen.


3.1 Definition von Präsenz in der Führung

Präsenz bedeutet, als Führungskraft bewusst und spürbar da zu sein – mit voller Aufmerksamkeit für die Situation und die Menschen. Es geht darum, die eigene Persönlichkeit so einzusetzen, dass Vertrauen, Orientierung und Motivation entstehen.

Merkmale von Führungspräsenz:

  • Aufmerksamkeit: Echte Präsenz zeigt sich durch aktives Zuhören und Interesse.
  • Klarheit: Eine Führungskraft mit Präsenz spricht verständlich und zielgerichtet.
  • Authentizität: Haltung und Handeln stimmen überein.
  • Ausstrahlung: Präsenz entsteht auch nonverbal – durch Körperhaltung, Stimme, Blickkontakt.

Präsenz ist nicht laut, sondern wirksam. Sie schafft Raum, in dem sich andere entfalten können.


3.2 Warum Dominanz in modernen Organisationen scheitert

Dominanz mag kurzfristig Ergebnisse bringen – langfristig schadet sie jedoch der Unternehmenskultur und Leistungsfähigkeit.

Nachteile dominanter Führung:

  • Angst statt Motivation: Mitarbeitende handeln aus Furcht vor Sanktionen, nicht aus innerem Antrieb.
  • Blockierte Kreativität: Unterdrückte Stimmen führen zu Ideenarmut.
  • Hohe Fluktuation: Talente verlassen das Unternehmen, wenn sie keine Wertschätzung spüren.
  • Scheinbare Kontrolle: Dominanz schafft die Illusion von Stärke, tatsächlich führt sie zu Misstrauen und Widerstand.

Moderne Organisationen – geprägt von agilen Strukturen, interdisziplinären Teams und Wissensarbeit – brauchen keine Alphatiere, sondern Führungskräfte, die kooperativ, inspirierend und verbindend wirken.


👉 Präsenz erzeugt freiwillige Gefolgschaft, Dominanz nur erzwungene Unterordnung. Der erste Weg ist nachhaltig, der zweite ein Auslaufmodell.

Die 5 Säulen wirkungsvoller Führung

Führung durch Wirkung baut nicht auf Macht, sondern auf einer inneren und äußeren Haltung, die andere inspiriert. Diese Wirkung entsteht nicht zufällig, sondern basiert auf fünf zentralen Säulen, die jede Führungskraft bewusst entwickeln kann.


4.1 Authentizität & Klarheit

Menschen folgen keiner Maske, sondern echten Persönlichkeiten. Wer als Führungskraft versucht, eine Rolle zu spielen oder sich hinter Floskeln zu verstecken, verliert an Glaubwürdigkeit.

  • Authentizität bedeutet, dass Werte, Worte und Handlungen übereinstimmen.
  • Klarheit heißt, Entscheidungen und Erwartungen so zu kommunizieren, dass keine Missverständnisse entstehen.

Praxis-Tipp: Formulieren Sie Ihre Kernwerte als Führungskraft und prüfen Sie regelmäßig, ob Ihr Handeln mit diesen Werten übereinstimmt.


4.2 Aktives Zuhören & Empathie

Wirkung entsteht, wenn Mitarbeitende sich gesehen und verstanden fühlen. Empathische Führung bedeutet, die Perspektive anderer einzunehmen, ohne die eigene Klarheit zu verlieren.

  • Aktives Zuhören signalisiert Wertschätzung und Interesse.
  • Empathie baut Vertrauen und Bindung auf.

Praxis-Tipp: Nutzen Sie in Meetings bewusst offene Fragen („Was brauchst du, um diese Aufgabe erfolgreich umzusetzen?“) und hören Sie ohne Unterbrechung zu.


4.3 Kommunikation auf Augenhöhe

Dominante Führung setzt auf Einbahnstraßen-Kommunikation. Wirkung entsteht hingegen durch Dialog.

  • Führung auf Augenhöhe heißt: Feedback geben und annehmen.
  • Mitarbeitende werden in Entscheidungen einbezogen, ohne dass Autorität verloren geht.

Praxis-Tipp: Führen Sie regelmäßige Feedback-Runden ein, in denen auch Sie Rückmeldung zu Ihrem Führungsverhalten bekommen.


4.4 Entscheidungsstärke ohne Machtdemonstration

Präsenz zeigt sich nicht durch Härte, sondern durch klare Entscheidungen. Unsicherheit lähmt Teams – Klarheit gibt Orientierung.

  • Wirkung bedeutet: Entscheidungen werden transparent begründet, nicht einfach diktiert.
  • Auch unpopuläre Entscheidungen können akzeptiert werden, wenn sie nachvollziehbar sind.

Praxis-Tipp: Kommunizieren Sie nicht nur das „Was“, sondern auch das „Warum“ hinter Entscheidungen.


4.5 Vorbildfunktion & Werteorientierung

Führungskräfte wirken vor allem durch das, was sie vorleben. Mitarbeitende orientieren sich an Verhalten, nicht an PowerPoint-Folien.

  • Werte wie Respekt, Zuverlässigkeit und Integrität zeigen sich im Alltag.
  • Wer als Führungskraft so handelt, wie er es von anderen erwartet, entfaltet nachhaltige Wirkung.

Praxis-Tipp: Reflektieren Sie regelmäßig: „Wo habe ich heute als Vorbild gewirkt – und wo nicht?“


👉 Zusammengenommen machen diese fünf Säulen deutlich: Wirkung entsteht nicht durch Druck oder Kontrolle, sondern durch Haltung, Klarheit und gelebte Werte.

Wirkung entfalten: Praktische Methoden für Führungskräfte

Theorie schafft Bewusstsein, aber echte Wirkung entsteht erst durch konkretes Verhalten im Alltag. Diese Methoden helfen Führungskräften, Präsenz zu zeigen, Vertrauen aufzubauen und Menschen nachhaltig zu bewegen.


5.1 Körpersprache & Stimme bewusst einsetzen

Ein großer Teil der Wirkung wird nonverbal vermittelt. Körpersprache und Stimme entscheiden oft stärker über Überzeugungskraft als die Inhalte selbst.

  • Haltung: Aufrechte Körperhaltung signalisiert Sicherheit.
  • Blickkontakt: Verbindet und schafft Nähe.
  • Gestik: Unterstützt die Botschaft, sollte aber nicht übertrieben wirken.
  • Stimme: Ruhig, klar und variantenreich – Lautstärke ersetzt keine Autorität.

Übung: Nehmen Sie eine Präsentation auf Video auf und analysieren Sie Ihre Wirkung. Kleine Anpassungen (langsamer sprechen, Pausen setzen) können enorme Wirkung entfalten.


5.2 Storytelling in der Führung

Geschichten wirken stärker als Zahlen oder Befehle. Sie erzeugen Emotionen und bleiben im Gedächtnis.

  • Nutzen Sie Beispiele aus der Praxis, um Visionen greifbar zu machen.
  • Erzählen Sie Geschichten, die zeigen, warum ein Ziel wichtig ist.
  • Machen Sie Mitarbeitende selbst zu Protagonisten der Geschichte.

Beispiel: Statt zu sagen „Wir müssen die Kundenzufriedenheit erhöhen“, erzählen Sie von einem Kunden, der durch eine kleine Veränderung begeistert war – und machen so den Effekt spürbar.


5.3 Fragen stellen statt Antworten diktieren

Dominante Führungskräfte geben Anweisungen. Wirkungsvoll führen heißt, durch kluge Fragen Eigenverantwortung und Denken zu fördern.

  • Offene Fragen: „Wie würdest du dieses Problem lösen?“
  • Reflexionsfragen: „Was hast du aus dieser Situation gelernt?“
  • Zukunftsfragen: „Was wäre dein nächster Schritt, wenn wir alle Ressourcen hätten?“

Praxis-Tipp: Setzen Sie bewusst die 70/30-Regel ein: 70 % zuhören, 30 % sprechen.


5.4 Feedback als Instrument der Entwicklung

Feedback ist kein Mittel zur Kritik, sondern zur Entwicklung – wenn es konstruktiv und zeitnah gegeben wird.

  • Lob verstärkt gewünschtes Verhalten.
  • Kritisches Feedback zeigt Entwicklungsmöglichkeiten.
  • Feedback-Kultur sorgt für gegenseitiges Lernen – auch zwischen Führungskraft und Mitarbeitenden.

Übung: Etablieren Sie die Regel „Feedforward statt nur Feedback“: Geben Sie nicht nur Rückmeldung zu Vergangenem, sondern auch Impulse für die Zukunft.


👉 Mit diesen Methoden wird Führung spürbar – nicht durch Machtausübung, sondern durch bewusste Wirkung, Dialog und Vorbildfunktion.

Praxisbeispiele: Präsenz statt Dominanz im Führungsalltag

Um den Unterschied zwischen Dominanz und Präsenz greifbar zu machen, betrachten wir drei Szenarien aus unterschiedlichen Unternehmenswelten.


1. Start-up-CEO

Ausgangslage:
Eine Gründerin leitet ein wachsendes Start-up. Das Team ist hoch motiviert, doch in hektischen Phasen neigt sie dazu, ständig Anweisungen zu geben und jede Entscheidung selbst zu treffen. Das führt zu Frust und dem Gefühl im Team, nicht ernst genommen zu werden.

Wandel durch Präsenz:
Die Gründerin lernt, in Meetings weniger zu reden und mehr zuzuhören. Sie stellt offene Fragen („Welche Lösung würdet ihr vorschlagen?“), gibt Orientierung über Ziele und vertraut den Expert:innen in ihrem Team.

Ergebnis:

  • Mitarbeitende übernehmen mehr Verantwortung,
  • die Gründerin entlastet sich selbst,
  • die Innovationskraft steigt, weil Ideen nicht mehr von oben gebremst werden.

2. Mittelständischer Abteilungsleiter

Ausgangslage:
Ein Produktionsleiter im Mittelstand führt seit Jahren autoritär: laute Ansagen auf dem Shopfloor, wenig Raum für Diskussionen. Die Fluktuation steigt, junge Fachkräfte verlassen das Unternehmen schnell wieder.

Wandel durch Präsenz:
Er entscheidet sich, seinen Führungsstil zu ändern. Statt Anweisungen verteilt er Verantwortung in Schichten-Teams, hört regelmäßig Feedback an und erklärt, warum bestimmte Maßnahmen notwendig sind. Seine Kommunikation wird ruhiger und klarer.

Ergebnis:

  • Das Betriebsklima verbessert sich spürbar,
  • die Mitarbeiterbindung steigt,
  • Konflikte werden schneller gelöst, weil offen gesprochen wird.

3. Führung im internationalen Konzern

Ausgangslage:
Eine Managerin leitet ein internationales Projektteam mit Mitgliedern aus vier Ländern. Unterschiedliche Kulturen prallen aufeinander, und sie neigt anfangs dazu, sich durch dominante Ansagen Respekt zu verschaffen. Doch das führt zu Missverständnissen und passivem Widerstand.

Wandel durch Präsenz:
Die Managerin wechselt zu einem moderierenden Stil. Sie setzt auf klare, empathische Kommunikation, achtet auf kulturelle Unterschiede und schafft Raum für Beteiligung. Ihre Präsenz zeigt sich durch Ruhe, Gelassenheit und klare Struktur.

Ergebnis:

  • Das Team arbeitet harmonischer zusammen,
  • Vertrauen wächst auch über kulturelle Grenzen hinweg,
  • das Projekt wird schneller und effizienter abgeschlossen.

👉 Diese Beispiele zeigen: Präsenz ersetzt Dominanz nicht nur, sie übertrifft sie in Wirkung und Nachhaltigkeit.

Häufige Fehler beim Führungsstil – und wie man sie vermeidet

Auch wenn viele Führungskräfte die Vorteile von Präsenz statt Dominanz erkennen, verfallen sie im Alltag oft in alte Muster. Hier sind die häufigsten Stolperfallen – und Tipps, wie Sie diese vermeiden können.


1. Präsenz mit Lautstärke verwechseln

Fehler: Manche denken, präsent zu sein heißt, „sichtbar“ und ständig im Mittelpunkt zu stehen. Das wirkt schnell aufgesetzt oder dominant.
Besser: Präsenz bedeutet, bewusst da zu sein – mit Aufmerksamkeit, Klarheit und Ruhe. Oft wirkt Stille stärker als Worte.


2. Alles selbst entscheiden wollen

Fehler: Führungskräfte glauben, Kontrolle nur durch eigene Entscheidungen sichern zu können. Das führt zu Überlastung und demotiviert das Team.
Besser: Delegieren Sie bewusst Verantwortung. Erklären Sie das „Warum“ hinter Entscheidungen – und lassen Sie das „Wie“ von den Mitarbeitenden gestalten.


3. Feedback nur in eine Richtung geben

Fehler: Viele Führungskräfte geben Feedback, holen sich aber keines ein. Das wirkt einseitig und verhindert persönliche Weiterentwicklung.
Besser: Etablieren Sie eine Feedback-Kultur in beide Richtungen. Holen Sie regelmäßig Rückmeldungen zu Ihrem Führungsstil ein und zeigen Sie, dass Sie diese ernst nehmen.


4. Empathie mit Schwäche verwechseln

Fehler: Manche haben Angst, dass empathische Führung als „weich“ oder „unsicher“ wahrgenommen wird.
Besser: Empathie bedeutet nicht Nachgiebigkeit, sondern echtes Interesse und Verständnis. In Verbindung mit Klarheit und Konsequenz ist Empathie eine Stärke.


5. Unklare Kommunikation

Fehler: Vage Aussagen, schwammige Ankündigungen oder widersprüchliche Botschaften erzeugen Unsicherheit.
Besser: Kommunizieren Sie klar, konkret und nachvollziehbar. Klare Worte schaffen Vertrauen – auch wenn die Botschaft unbequem ist.


👉 Wirkungsvoll führen heißt: alte Muster erkennen, bewusst gegensteuern und kontinuierlich reflektieren.

Tools & Übungen zur Selbstreflexion

Führung durch Wirkung beginnt bei der eigenen Person. Nur wer sich selbst kennt und regelmäßig reflektiert, kann andere glaubwürdig führen. Diese Tools und Übungen helfen, die eigene Wirkung bewusst zu machen und kontinuierlich weiterzuentwickeln.


1. Journaling für Führungskräfte

Ein tägliches oder wöchentliches Reflexionsjournal hilft, Erlebnisse und Führungsmomente festzuhalten.

  • Fragen, die Sie sich stellen können:
    • „Wo habe ich heute durch Präsenz gewirkt?“
    • „Wo bin ich in alte Dominanzmuster verfallen?“
    • „Wie habe ich auf Feedback reagiert?“
  • Vorteil: Sie erkennen Muster und können gezielt Veränderungen einleiten.

2. 360-Grad-Feedback

Ein strukturiertes Feedback von Mitarbeitenden, Kolleg:innen und Vorgesetzten gibt ein ehrliches Bild Ihrer Wirkung.

  • Online-Tools wie Leapsome, CultureAmp oder interne Feedbacksysteme helfen bei der Umsetzung.
  • Wichtig: Nicht defensiv reagieren, sondern Feedback als Geschenk begreifen.

3. Videoanalyse

Die eigene Körpersprache und Stimme wirken oft anders, als wir glauben.

  • Nehmen Sie eine Präsentation oder ein Meeting auf.
  • Beobachten Sie: Haltung, Gestik, Tempo, Pausen, Blickkontakt.
  • Nutzen Sie kleine Anpassungen (ruhiger sprechen, klarere Gesten), um Ihre Präsenz zu steigern.

4. Coaching & Sparring

Externe Coaches oder interne Sparringspartner geben neue Perspektiven.

  • Themen: Selbstbild vs. Fremdbild, Umgang mit Stress, bewusster Einsatz von Präsenz.
  • Vorteil: Neutraler Blick von außen fördert blinde Flecken zutage.

5. Achtsamkeitsübungen

Innere Ruhe ist die Basis für äußere Präsenz.

  • Kurze Atemübungen vor Meetings,
  • 5 Minuten Meditation am Morgen,
  • bewusste Pausen im Alltag.

Effekt: Mehr Gelassenheit, weniger impulsive Reaktionen – und eine souveränere Ausstrahlung.


👉 Mit diesen Tools und Übungen wird aus „Führung durch Wirkung“ kein Schlagwort, sondern eine gelebte Praxis.

Fazit: Führung heißt wirken – nicht dominieren

Die Zeiten, in denen Dominanz und Machtdemonstration als Inbegriff guter Führung galten, sind vorbei. Moderne Organisationen brauchen Führungskräfte, die Präsenz zeigen, Vertrauen schaffen und Menschen inspirieren.

„Führung durch Wirkung“ bedeutet:

  • authentisch auftreten statt eine Rolle zu spielen,
  • klar kommunizieren statt laut zu werden,
  • zuzuhören und einzubeziehen statt zu kontrollieren,
  • Vorbild zu sein statt nur Erwartungen zu formulieren.

So entsteht eine Kultur, in der Mitarbeitende motiviert, kreativ und eigenverantwortlich handeln – und das Unternehmen nachhaltig erfolgreicher wird.


Und jetzt sind Sie dran:

  • Reflektieren Sie Ihren Führungsstil: Wirken Sie durch Präsenz – oder dominieren Sie noch zu oft?

Denn: Führung entsteht nicht durch Titel, sondern durch Wirkung.

Nehmen Sie Kontakt zu mir auf! Gemeinsam kommen wir an Ihr gewünschtes Ziel!